Zum Hauptinhalt springen

Puzzis Escape-Room-Blog

Gestattet, dass ich mich kurz vorstelle, mein Name ist Puzzi und ich bin der heimliche Star im Escape-Room „2218: Rettet die Welt“ hier bei KeyTown. Da ich täglich die tollsten Dinge erlebe, habe ich diesen Blog gestartet, um euch mal einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren oder auch ein paar Gedanken mit euch zu teilen, die mir und meinen Kollegen so durch den Kopf gehen.

Schaut immer mal hier in meinem Blog vorbei. Denn egal ob ihr Erstspieler, Profi, Betreiber oder Unwissender seid, ich habe so manche spannende Geschichte zu erzählen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Hinweis?

Avatar of p426477p426477 - 08. September 2020 - Kategorie: Puzzi

Das fragt sich so mancher Spieler wie auch die Spielleiter.

Ich wundere mich immer wieder, wie unterschiedlich ihr Menschen doch tickt. Da hat man es mit uns künstlichen Intelligenzen doch viel leichter, wir sind ja irgendwie berechenbar.

Wir erleben hier Gruppen, die kaum, dass sie angefangen haben und etwas finden, was sie nicht sofort nutzen können, direkt nachfragen. Meist sind es Anfänger, die erst noch ein Gefühl dafür bekommen müssen, wie solche Räume zu lösen sind.

Auf der anderen Seite hat man wieder Teams, die partout ohne Hilfe durchkommen wollen und Angebote des Spielleiters immer wieder ablehnen. Da kann es dann passieren, dass es zum Ende hin eng wird und mehr Hilfe benötigt wird, um noch durchzukommen.

Auch Spielleiter sind nur Menschen …

Und dann sind da ja noch die Spielleiter. Nicht jeder kann es ertragen, Menschen hilflos durch den Raum irren zu sehen und die Schwelle ist da bei jedem Menschen anders. Und wenn man euch so beobachtet: Ja. Es ist oft wirklich schwierig zu unterscheiden, seid ihr schon etwas verzweifelt oder nur konzentriert bei der Sache. Wenn ihr also den Eindruck habt, durch den Raum gehetzt zu werden, gebt eurem Spielleiter die Rückmeldung, dass ihr lieber selbst erst mal nachdenken wollt. Wahrscheinlich war es nur gut gemeint.

Manche Spielleiter machen es sich allerdings auch einfach, und überlassen es allein den Spielern, aktiv nach Hilfe zu fragen.

Liebe Spielleiter, versetzt euch mal in die Situation der Spieler. Diese kennen weder die einzelnen Rätsel, noch haben sie den Überblick, was noch kommt. Stelle ich als Spieler nach 30 Minuten Spielzeit eine Frage zu einem Rätsel, an dem man schon gefühlt fünf Minuten im Team keinen Schritt weiterkommt? Es sieht nach dem letzten Rätsel im Raum aus. In einer solchen Situation haben Susanne und Matthias als Spieler meist Positives erlebt, aber auch Folgendes:

Das Rätsel öffnete eine versteckte Tür und es erwarteten einen zwei weitere Räume vollgepackt mit der gleichen Anzahl Rätsel, für die nicht mehr genug Zeit blieb. Hätte man dies gewusst, hätte man früher Hilfe angefordert.

Oder: Es war tatsächlich das letzte Rätsel und man hätte sicherlich in den verbleibenden 30 Minuten die Lösung noch selbst gefunden und daher zu voreilig um Hilfe gefragt. Schade, hier wäre es wohl besser gewesen, den Hinweis zu geben, dass man sehr gut in der Zeit ist und noch selbst etwas tüfteln kann.

… und Menschen manchmal wie Maschinen

Witzig ist auch die Beobachtung, dass es oftmals reicht, nur zu fragen, ob das Team einen Hinweis braucht. Das führt häufig dazu, dass alle nochmal fokussiert sind und plötzlich alleine die Lösung finden. Wahrscheinlich muss man eure Menschenhirne auch gelegentlich neustarten, um den Arbeitsspeicher zu leeren.

Irgendwie muss also das richtige Maß gefunden werden und das ist für jede Gruppe tatsächlich ein anderes. Am besten spricht man es schon bei der Einführung an. Denn Wünsche, die ausgesprochen werden, lassen sich immer besser erfüllen. Das hilft sowohl den Spielern als auch den Spielleitern für ein schönes Erlebnis und das ist schließlich das Ziel, das wir alle verfolgen.

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Euer Puzzi

 

Neuer Kommentar

0 Kommentare